Donnerstag, 13. Dezember 2018

Hunde "am Strick vor dem Laden"?!

Folgenden Text habe ich vorhin auf der Moosacher Nachbarschafts-Seite hochgeladen, nachdem ich heute leider erneut einen bellenden und jaulenden "Pudel am Strick" erleben durfte. Bislang wurde mein Beitrag allerdings als "übertrieben" empfunden. Das enttäuscht mich jetzt doch ein wenig. Ich werde das mal im Auge behalten. 
Ok... Jetzt sogar so eine Art Shitstorm. Als hätte ich ein Verbrechen begangen, indem ich einfach nur Mitgefühl zeigte. Künftig werde ich also versuchen, Dinge, die mir missfallen zu ignorieren. Menschen, die vielleicht Hilfe benötigen am besten auch... Das ist offenbar nicht erwünscht. 







Hunde am Strick vor dem Laden?

von Petra Illenseer aus Moosach Süd







Liebe Moosacher Nachbarn,
als ausgebildete Hundetrainerin fällt mir leider immer wieder unangenehm auf, dass Hunde vor einem Laden "am Strick festhängen", während ihre Besitzer einkaufen gehen. Die angeleinten Hunde werden dort zum Teil mit unzumutbaren Situationen konfrontiert. Die Besitzer bekommen das nicht mit. Die sind ja nicht dabei. Die Hunde müssen während des "Angeleint-Seins" mit allem allein fertig werden. Da laufen Passanten vorbei, die Hunde nicht mögen. Passanten, die den Hund beschimpfen. Passanten, die Angst vor Hunden haben. Passanten, welche die Individualdistanz des Hundes nicht einhalten. Es gibt sogar Passanten, die dem Hund Leid zufügen wollen. Mehr möchte ich dazu gar nicht sagen. Ich beobachtete da leider schon etliche Situationen, die mir ganz und gar nicht gefallen haben.
Ich würde hier gerne ein Zeichen setzen, weiß aber auch, wie schwierig es ist, Hundebesitzer davon zu überzeugen, dass es nicht ganz so okay ist, was sie ihrem Hund da zumuten.
Ich würde z.B. anbieten, dem Hund... (wenn er denn schon hilflos an der Leine warten muss)... einen entsprechenden Schutz anzubieten. Ihm während des Einkaufes von mir aus "zur Seite zu stehen", oder während der Zeit mit ihm Gassi zu gehen. Wie das ganze konkret aussehen soll, weiß ich auch noch nicht so genau. Ich würde es gut finden, wenn ich hier von euch Nachbarn ein paar hilfreiche Anregungen bekommen würde.
Freu mich über konstruktive Vorschläge.

Kleiner Nachsatz: Es geht hier nicht um eine neue Geschäftsidee oder darum, möglichst schnell viel Kohle zu machen. Es geht mir in erster Linie um das Wohlbefinden von Mensch und Tier. <3

© Text: Petra Illenseer


Dienstag, 11. Dezember 2018

Kein Zeichen geistiger Gesundheit

"ES IST KEIN ZEICHEN GEISTIGER GESUNDHEIT, 
GUT ANGEPASST, AN EINE KRANKE GESELLSCHAFT ZU SEIN." 


(Jiddu Krisnhnamurti)

FAIR gekillt ?!?!

Woah! - Jetzt werden also Weihnachtsbäume (Tannenbäume) aus fairem Handel angeboten.

So weit ist es also mit uns schon gekommen!

Dazu fällt mir nur ein, dass all die GRINCH´s, wie ich, im Grunde die ALLERFAIRSTEN von allen sind, denn sie stellen sich keinen extra für Weihnachten gekillten Baum in ihre Bude! Auch dann nicht, wenn er FAIR gekillt wurde. 

Wegen mir muss echt kein Baum geschlagen werden und ich stelle mir auch keinen Plastik-Ersatzbaum in meine Wohnung. 
NEVER EVER!

Frohe Weihnachten! 

© Text: Petra Illenseer


Sonntag, 9. Dezember 2018

Wenn nichts hilft

Kommende Woche hab ich wieder eine "Einladung" zu einem Gespräch im Jobcenter. 

Wieder eine Gelegenheit, meinen "Zustand" zu rechtfertigen. Wieder vor dem JC-Mitarbeiter sitzen... als eine Art "Bittsteller". Als hätte man etwas verbrochen. 


Es ist ja nicht so, dass ich in all den Jahren nichts geleistet hätte.
Ich will jetzt nicht wieder damit anfangen, mein "Dasein" damit zu rechtfertigen, dass ich ein Kind allein erzogen habe und jahrzehntelang meine Arbeitskraft zur Verfügung stellte.
Beiträge in dieses Sozialsystem einbezahlt habe und pi pa po... Das habe ich schon oft genug erwähnt. 


Ich muss leider sagen:

Alles, was dieses System noch für mich tun kann, ist es, mir die paar Kröten zu zahlen, die ich benötige, um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten. 
Wie wir alle wissen, ist das nicht viel.
Eher zu wenig. 


Dafür musst du dich zum Affen machen, schikanieren lassen. Als würde es nicht schon reichen, dass es mir einem seit Jahren schlecht geht. Da wird nochmal nachgetreten. Am Ende hat man wirklich allen Grund dazu, dass es einem nicht gut geht. Danke.

Es mag ja Menschen geben, die dieses System ausnutzen.
Zu denen gehöre ich nicht.
Und ich wäre froh, wenn man mich demzufolge auch nicht so behandeln würde. 

Denken die wirklich, dass ich nicht selbst für meinen Lebensunterhalt sorgen würde, wenn ich es denn KÖNNTE?!
Denken die, ich hab da irgendwie Spaß dran, oder was?


Ich bin es leid, ständig offen oder unterschwellig die Botschaft zu erhalten, dass mit mir was nicht stimmt. Dass ich offenbar zu wenig für mich getan habe oder dass ich irgendwas "falsch" mache...
Schluss damit!!!

Ich hab mehr als genug für mich getan. Mehr als genug Therapien und Methoden ausprobiert, die angeblich alle ach-so-gut funktionieren sollen... 

Nichts gegen Therapien und Methoden.
Die haben alle ihre Berechtigung.
Sie hatten aber leider auch den Nebeneffekt, die finanzielle Situation der Therapeuten zu verbessern, meine hingegen zu verschlechtern. 

Danke. 

Ich will und brauch' keine weiteren Therapien und Methoden mehr.
Ich brauch die Sicherung meines Lebensunterhalts. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Und ich will mich nicht ständig dafür rechtfertigen müssen, dass ich diese Leistungen in Anspruch nehmen muss. 


ICH BEFINDE MICH NICHT AUS LAUTER ÜBERSPANNTHEIT ODER ABENTEUERLUST IN DIESER LAGE!

Und dann all diese Ratgeber und "Lebenshilfe"... Ich bin müde, darüber zu lesen oder davon zu hören.
All diese heldenreichen ach-so-erfolgreichen Depressions- und Krankheitsüberwindungsgeschichten... So nach dem Motto:
"Hey, ich hatte auch 'ne Depression, aber mir geht´s wieder gut und ich zeig dir, wie du das auch schaffen kannst! - Ein bisschen Sport, die richtigen Pillen, ein bisschen im Wald spazieren gehen... und alles wird wieder gut!" 

Haha... Yay! Super! 
Wenn das funktionieren würde, dürfte es sowas wie Krankheiten und Depressionen doch eigentlich längst nicht mehr geben.
Wenn das aber NICHT funktioniert... Na dann machst du eben einfach was FALSCH, oder du hast dich einfach nicht genug angestrengt! :/

© Text und Bild: Petra Illenseer

Sonntag, 2. Dezember 2018

ALTERSVORSORGE???!!!

*kotz*

Gerade ist wiedermal was "Superseriöses" im Fernsehen, was die Altersvorsorge angeht...
Ich kotz gleich, wenn ich diese schlauen Politiker-Sprüche hör...
Ich hab ein gefühltes Leben lang irgendwie in die Rentenversicherung einbezahlt... mit dem Ergebnis, dass ich dann, als ich "nicht mehr konnte", von der Deutschen Rentenversicherung sozusagen noch in den Arsch getreten wurde. 

Die DRV weigert sich im Moment gerade, auch nur irgendetwas wirklich Hilfreiches für mich zu tun. Im Gegenteil: Sie machen mir sogar das Leben schwer, indem sie einfach alles ablehnen, was ich beantrage.

Sie hatten mir in 2017 eine REHA genehmigt, welche ich auch hoffnungsvoll und naiv angetreten habe. 5 Wochen hatten sie genehmigt. In Bad Kissingen... (HESCURO Klinik Regina... *kotz*)... Nach 2 Wochen haben sie mich ohne Vorankündigung von Jetzt auf Gleich auf die Straße gesetzt. Keiner von denen schien das irgendwie seltsam zu finden... 


Wie es zu all den "Zufriedenheitsberichten" kommt, kann ich mir gar nicht erklären... Aber gut, für manch einen scheint es ja tatsächlich zu passen. 

Ich hingegen... sah...das...leider... anders!


Wer die Klinikbewertung lesen möchte, kann dies gerne tun.

Geschrieben in 2017 unter dem Pseudonym "Grace7".

Klinikbewertungen


© Text und Bild: Petra Illenseer




Dienstag, 27. November 2018

THE END

...Ich lese gerade das Buch von Eric Wrede...
"THE END... Das Buch vom Tod" 

https://www.amazon.de/End-Das-Buch-vom-Tod/dp/3453271815/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1543348084&sr=8-1&keywords=THE+END

Dies inspirierte mich dazu, mein Testament zu verfassen und gewisse Dinge zu regeln, die für Hinterbliebene hilfreich sein könnten. 
Niemand weiß schließlich, wann er "abberufen" wird. 

Ich hoffe, dass es bald immer mehr Bestatter geben wird, die diese "neue Art der Bestattungskultur" weiterverbreiten mögen. 

Ich selbst fühle mich leider aktuell nicht dazu in der Lage, ein solches Unternehmen ins LEBEN zu rufen, auch wenn ich dies gerne tun würde.  Vielleicht kann ich aber im Kleinen dazu beitragen, dass sich unser Umgang mit dem Tod auf eine positive, heilsame und menschliche Weise verändert. 

Ich bemale z.B. Steine mit Sprüchen, die dem Verstorbenen etwas bedeuteten oder den Hinterbliebenen. Die Angehörigen legen den "Spruchstein" dann auf´s Grab oder sie lassen den Stein mit der Urne bestatten. Was auch immer. 
Hier ein Beispiel:

















Inspirationen für Bestattungen hier: http://www.lebensnah-bestattungen.de/
(Das ist das Unternehmen von Eric Wrede in Berlin.) 

In München gibt es z.B. die: 
AETAS


© Text und Bild: Petra Illenseer










Montag, 19. November 2018

Meine 3 Schul-Highlights...

...waren:

1. Als ich ein einziges Mal während der gesamten Schulzeit eine EINS in Mathe bekam... YEEEAAAH! ... Hallo?... Ich mein: MATHE!!! Und Mathe ging echt GAR nich! ;-) 

2. Als ich einem der dreistesten Mitschüler endlich mal 'ne saftige Ohrfeige verpasste. (Damit hatte keiner gerechnet. Am allerwenigsten ICH selbst!) ;-) 

3. Als ich zusammen mit meinem damaligen, absoluten Schwarm, während einer Stunde im Kunst-Unterricht gemeinsam auf EINEM Stuhl saß... Rücken an Rücken. War Zufall. Der Typ hatte keine Ahnung, dass ich ihn gut fand. Ich kann ihn nicht mehr fragen. Er ist tot. 

UNFORGETTABLE ;-) :-)

Ansonsten war die Schule echt für gar nix gut.
Sorry, aber ISSO!

© Text: Petra Illenseer



Dienstag, 13. November 2018

Entspannung ist nicht immer die Antwort

Wenn man auf nichts mehr eine Antwort findet, dann hofft man, dass einem auch die Fragen ausgehen.

Wenn man bei allen möglichen Ärzten, Spezialisten etc. war, alle nicht helfen konnten und man keinen mehr findet, den man noch um Hilfe bitten könnte... Wenn man kaum noch atmen kann vor Niedergeschlagenheit und man die Frage "Wie geht´s dir?" nicht mehr beantworten möchte, weil man gar keine Worte mehr findet, um diesen Zustand zu beschreiben. 


Obwohl ich eigentlich gar nicht mehr kann, suche ich dennoch immer wieder nach Therapieformen, die mir vielleicht helfen können... Nach ECHTER, handfester Hilfe, Ermutigung und Beistand.
Aber die wirklich guten Praxen haben keine Termine... schon gar nicht für Kassenpatienten. Aus eigener Tasche kann ich mir inzwischen keine Therapie mehr leisten. 

Auch wirklich gute Kliniken bieten keinen Platz für Kassenpatienten. Es handelt sich dann meist um teure Privatkliniken. Alles andere kann man vergessen. Hab ich ja eindrucksvoll in der REHA-Klinik mitbekommen, wie das läuft. 

Diese Therapeuten und Ärzte... die sind doch irgendwie selber total überfordert. Wie sollen die denn helfen können? 

Da muss man sich schon selber helfen. Ärzte haben keine Antworten. Die Schulmedizin hat Grenzen. Diese Grenzen sind schnell erreicht.
Und NEIN... ich muss mich NICHT ENTSPANNEN!!! 

Entspannung ist nicht die Antwort auf alle Lebensfragen!!! 

Manchmal muss sich die Energie auch einfach ihren Weg bahnen dürfen. Da ist die Schulmedizin aber raus! Und tschüss... 

© Text: Petra Illenseer

Mittwoch, 7. November 2018

Aus nächster Nähe

Heut`Nachmittag plötzlich ein Riesen-Hallo... Die Raben haben draußen ihr lautstarkes "Frühwarnsystem" vom Stapel gelassen. Ich hab nach draußen geschaut, als ich merkte, dass sie wie die Irren herum krähten. Der Himmel verdunkelte sich schier, weil die Raben durch irgendetwas aufgeschreckt wurden.
Als ich aus dem Fenster sah, entdeckte ich schließlich einen Habicht (oder Sperber), der über all dem Szenario kreiste. Was ich zu dem Zeitpunkt nicht ahnte: Er hatte sich bereits eine Taube zum Opfer auserkoren...

Kurze Zeit später... ein außergewöhnlich wildes Krächzen vor dem Fenster... Das Krächzen des Todes. :( Irgendetwas war geschehen... Und als ich das Fenster öffnete, um nachzusehen... da sah ich ES...

Der Habicht (Sperber?) hatte eine Taube erjagt und pickte auf dem Boden an ihr herum. 

Sowas passiert halt ständig in der Natur. Aber eben nicht direkt vor meinem Fenster.
Hätte der Greifvogel die Taube auch direkt kurz und schmerzlos getötet, hätte ich nicht das Problem gehabt, das ich ca. eine Stunde später noch hatte. Bevor ich einkaufen ging, sah ich, dass der Habicht seine Beute (die Taube) in mein Beet geschleppt hatte und sie zerrupfte und ihr Fleisch herauspickte...
Nicht so das, was man gerne sehen möchte, wenn man aus dem Fenster sieht, aber gut, ist eben die Natur... Da sollte man ja eh nicht so eingreifen und auch nich so zimperlich sein.
Ich ging also einkaufen... Und als ich zurück kam, hatte ich vor, den restlichen Kadaver der Taube aus meinem Beet zu "entsorgen".
Aaaaber...
Als ich aus dem Fenster sah, traute ich meinen Augen kaum:
Der Habicht war weg, aber die arme Taube war noch in meinem Beet... Zerfleddert...
AAABER... sie schien noch zu atmen. Der Flügel bewegte sich im regelmäßigen Atemrhythmus. 

DAS... WAR... DEFINITIV...ZU...VIEL...FÜR...MEINE...NERVEN!!!

Ich konnte das nicht ertragen!

Was dann folgte, kann und möchte ich hier gar nicht in allen Einzelheiten wiedergeben. Mein Puls war ständig auf... äh... so ca. 200??? Mein Gesicht brannte... Mein Mund war ausgetrocknet wie die Sahara.
Ich kontaktierte sogar den Vogelschutzbund. Leider konnten die in dem Moment auch nicht wirklich helfen. Die zufällig vorbei kommende Tierärztin, die in der Nachbarschaft wohnt und eine Straße weiter praktiziert, hatte leider auch nur pampige, abweisende und unempathische Worte übrig, blaffte mich nur an. Kein Mitgefühl. Keine Hilfe. Kein Herz. Sie sah einfach zu, dass sie weg kam, hatte es eilig, in ihre Praxis zu kommen. WEN interessiert schließlich eine sterbende Taube???!!!

Am Ende blieb alles an mir hängen und an einem Nachbarn, der sich zu guter Letzt erbarmte und die Taube (auf mein Geheiß hin) endgültig ins Jenseits beförderte. Wir hatten alle beide Schuldgefühle. Ich, weil ich es leider gesehen hatte und nicht mehr mit ansehen konnte, dass diese zerschundene, blutende und traumatisierte Taube am Leben blieb und ER, weil er es eben durch meinen Hinweis, auch nicht mit ansehen konnte. Die Bauarbeiter (Landschaftsgärtner) vor dem Haus waren zu feige. Ich auch.
Der Nachbar hat es GETAN. (Die Landschaftsgärtner liehen uns immerhin einen Hammer.)
Ich habe schon lange nicht mehr so geweint, wie heute. 

Ich danke dem Nachbarn für seinen Mut, den ich nicht aufbringen konnte, in dem Moment.
Für die Taube habe ich eine Kerze angezündet und ein feines Räucherstäbchen. Möge sie ihren Frieden im Taubenparadies finden. 

Ab morgen werfe ich keine Körner mehr für die Tauben aus dem Fenster. Ich werde sie verjagen. Zu ihrem Schutz. Und zu meinem. So etwas möchte ich nie wieder erleben. 
Und der "Master Of Desaster", also der Habicht, wird sich leider ein anderes Jagdrevier suchen müssen. 

Es gibt ein Foto... ich werde es aber nicht hochladen. 

© Text: Petra Illenseer

Dienstag, 6. November 2018

Wenn ich...

...niemandem mitteile, dass es einen neuen Eintrag in meinem Blog gibt, liest das hier auch niemand. Keiner hat mich abonniert.
Ganz schön abgefahren eigentlich... i
ch kann hier Zeug reinschreiben wie bekloppt, es ist alles ÖFFENTLICH... und trotzdem merkt es keiner.
Ich schreib jetzt einfach mal weiter, sag´s keinem und bin mal gespannt, wann´s einer merkt. ;-) 


© Text: Petra Illenseer, Bild gibt´s diesmal keins! Merkt eh keiner. ;-)))

Montag, 5. November 2018

Hallo wach!

Oft werde ich gegen 5 Uhr morgens wach. Obwohl ich gar nicht muss. 
Irgendwas weckt mich auf und dann bin ich hellwach, obwohl ich das gar nicht möchte, denn der Tag ist im Moment auch so schon viel zu lang für mich. Wenn ich wach bin, hab ich Schmerzen. Bin ich also länger wach, hab ich länger Schmerzen.
Ein Glück, wenn ich dann doch noch mal einschlafe und so zwischen 8 und 9 Uhr wieder wach werde. 

Und ich bin nicht allein.
Die Depression ist auch schon da. Wieder wach geworden und ich finde genau 0 % Freude vor.  


Freude auf den vor mir liegenden Tag fällt aus, weil IS NICH. 

Man solle jeden Moment schätzen und dankbar sein, für dieses GLÜCK, am Leben sein zu dürfen...
Sagt WER???!!!


Es würde mir leicht fallen, das zu behaupten, wenn mir aus irgendwelchen Gründen die Sonne aus dem A.... scheinen würde.

Tut sie aber nicht. 


Tja... Das passt irgendwie alles nicht so in diese hedonistisch ausgerichtete Spaß- und Leistungsgesellschaft. 
Bist du nicht hip, BIST du nicht.
Punkt. 


Die Frage ist:

Wen kümmert´s? 


Bist du ein Promi, kannst du sogar deine Depression und die tiefste Sinnlosigkeit noch zu Geld machen... Du kannst dich wichtig machen, mit dieser Diagnose. Bist du nicht prominent, interessiert es einfach niemanden. 

© Text und Bild: Petra Illenseer


Samstag, 29. September 2018

Weniger als Nichts???

Gedankenkette:
Vorhin in der Küche las ich den Warnhinweis in einer Zigarillo-Packung:
"Kinder von Rauchern werden oft selbst zu Rauchern"
Und der Gedanke, der sofort aufblitzte, war:
STÜMMT!!!

Ich weiß jetz nicht warum, aber ich musste echt lachen!
Kann mich entsinnen, dass mein Sohn mir irgendwann den leisen Vorwurf machte, dass es ja kein Wunder sei, dass er raucht, weil ich ja schließlich auch Raucherin war.

DOING!!!

Ich mein, HALLO??? - Ich hab in den 60er Jahren diese Weltbühne betreten und da war RAUCHEN echt das allerallerallernormalste von der ganzen Welt... Also da standen NICHTRAUCHER echt nich so auf der Tagesordnung und auf der Liste der COOLEN Leute waren sie echt gaaanz weit unten zu finden, wenn überhaupt... 

Rauchen war quasi Tradition.

Da rauchte schon der Großvater hinterm Steuer seines Wagens und es war ihm einfach grad mal sowas von hart egal, wenn es dir als Mitfahrer-Kind speiübel wurde und du kotzen musstest... Das wurde in Kauf genommen, das war normaaal!
Hättest du da einem Raucher irgendwas von "gesundheitsschädlich" oder so erzählt, hätte er dich vermutlich für geistesgestört erklärt...
"GESUNDHEITS...ääääh...WAAAAAAS"??? Häääääääääää???????


Im Oktober 2002 wurde ich nach einer langen Phase des Rauchens zur Nichtraucherin.
Das war ganz einfach. Ich hatte keinen Bock mehr auf diesen Gestank und all das... ES hörte einfach auf... Ganz ohne Leidensdruck und Entzugserscheinungen und all das Zeugs. Auch DAS ist möglich...
Ja sorry, aber so waaar das halt! 

Und dann fiel mir eben wieder ein, wie das DAMALS war, in meiner Kindheit, als es völlig normal war, dass die Erwachsenen nen Glimmstängel im Mundwinkel hängen hatten und wir Kinder uns in vollgequalmten Wohnzimmern aufhielten...
LEBEN AM LIMIT! ;-)
Man wurde als Kind sogar zum Zigarettenholen geschickt und da hat sich keiner was dabei gedacht. Vor allem nich die Kassiererin an der Supermarkt-Kasse. Hauptsache, der Vater hatte dir genug Geld mitgegeben, um die Cancer-Sticks bezahlen zu können. ;-)
Stell dir das mal HEUTE vor...!!!


Und DAMALS war es auch noch komplett in Ordnung, wenn du nen "Quali" als Schulabschluss vorweisen konntest. HEUTE betrachten sie das als unvorstellbar ASOZIAL!
Damals waren die WIRKLICH coolen Leute auf der Hauptschule! Die Loser gingen auf´s Gymnasium und die anderen eben zur Realschule.
Die Coolen blieben auf der Hauptschule.
Die Allercoolsten haben damals sogar die Hauptschule abgebrochen...
Gut, sooo cool, war ich dann doch nicht... Aber naja...
So war das halt. DAMALS... in den 70ern.

Ohne ABI bist du ja heutzutage angeblich quasi chancenlos... ein NICHTS!!!
Da stellte sich mir die Frage, was ICH dann eigentlich mit meinem Quali bin...
???
WENIGER als NICHTS???

Geht das überhaupt???!!!

Okeeeeeeeeeeh!



© Text und Bild: Petra Illenseer

Donnerstag, 27. September 2018

Die Dummheit ist unendlich und wird nie aussterben...

...Ich möchte da jetzt gar keine konkreten Beispiele anführen. Jeder wird selber genug Exemplare in seinem Umfeld vorfinden, in denen sich die Dummheit auf ganz einzigartige und wunderbare Art und Weise manifestiert. 
Aber WENN schon DUMM, dann sollte man am besten SO strunzedumm sein, dass man es selber gar nicht bemerkt, wie dumm man ist.
Aber auch die Dummheit sucht sich eben ihre Wege, um sich auf adäquate Weise manifestieren zu können.
Die kann sich das auch nicht aussuchen. Wobei... 

Wenn ICH die DUMMHEIT wäre, dann würde ich mir einfach die willigsten "Opfer" aussuchen. Gibt ja zum Glück reichlich davon! 

;-)))

So, und wo finde ich jetzt ein passendes Bild für diesen wahnsinnig geistreichen Blogeintrag???!!!

Ich such mal...

Hier:
















© Text und Bild: Petra Illenseer

Dienstag, 28. August 2018

Paranormale Aktivitäten allüberall

Als Kind hatte ich es mit so vielen Gespenstern zu tun, dass ich für den Rest meines Lebens kein Problem mehr damit haben werde.
Gespenster können mich mal. ;-)

Und mit paranormalen Aktivitäten habe ich es nahezu jeden Tag zu tun.

So schicke ich z.B. wichtige Unterlagen an eine Behörde und ...

ACHTUNG... jetzt kommt´s:
Diese Unterlagen VERSCHWINDEN offenbar in einer Art schwarzem Loch...

Im Juni, da schickte ich z.B. meine Krankmeldung nebst dazugehörigem Formular an´s Jobcenter in Moosach und erhielt... *STAUN* vor ein paar Tagen eine "Folge-Einladung" zu einem weiteren Termin, weil ich der ersten "EINLADUNG" im Juni angeblich "ohne wichtigen Grund nicht nachgekommen sei". Da dürfe ich mich dann zum Sachverhalt äußern.

Alles klar!

Das Gespenst, welches Briefe einfach verschwinden lässt, war hier wohl wieder aktiv.

Und gestern: Da brachte ich eine Retoure zur Post. Ein Buch.
Und heute: War genau diese Retoure bei MIR im BRIEFKASTEN... 


WOAH!!!

Das Gespenst hat wieder zugeschlagen und es hat mein Päckchen einfach wieder an mich zurück geschickt. Ich musste also nochmal zur Post!

Sowas von PARANORMAL...

Aber Hauptsache ICH bin Diejenige, die angeblich nicht ganz richtig tickt!

Ja ja... 


© Text und Bild: Petra Illenseer

Montag, 6. August 2018

Perfekt?

Heute Morgen im Bett "referierte" es in mir zum Thema "PERFEKT". Mal sehen, ob ich das noch zusammenbringe...

Wie definiert man diesen Begriff?


Angenehme Temperatur?
Wohlfbefinden?
Zufriedenheit?
Ausgeglichenheit? 

Gutes Aussehen?
Körperliche Fitness?
Stille?
Nichts und niemand, das einen stört?
...
Wenn also das, was in unserer Wahrnehmung auftaucht, uns als angenehm erscheint, dann bezeichnen wir es als "perfekt". Sobald auch nur der geringste Störfaktor auftaucht, ist es schon weniger perfekt. Z.B. die lästige Mücke, die plötzlich auftaucht und uns in unserem perfekten Zustand stört... Wie kann sie es wagen?! ;-) 

Oder du genießt die abendliche Stille, die angenehme Kühle, welche die Hitze des Tages ablöst, du atmest die frische würzige Bergluft, genießt den Sternenhimmel ... aaah perfekt... doch plötzlich tauchen Geräusche auf, lautes Gelächter, Geplapper... die Nachbarn machen eine Grillparty und jetzt stinkt es auch noch nach Rauch... Und das, wo es doch gerade so perfekt war!

Also entweder ist ALLES perfekt, oder NICHTS. 


Während viele Menschen in der Stille eines Waldes ihre Perfektion finden, finden andere sie, während sie auf einem krachigen Heavy-Metal-Konzert dem Hörsturz entgegensteuern.
Wer hat nun recht?
Muss überhaupt jemand recht haben?
Ist es nicht genauso perfekt, nichts zu wissen, nichts zu definieren, einfach mal keine Meinung zu allem haben zu müssen? 


Ich wage mal zu behaupten, dass JEDER Zustand, PERFEKT ist, so wie er eben ist. Wenn uns etwas stört, dann nur, weil es nicht in unsere Vorstellung vom perfekten Zustand passt. Weil etwas oder jemand unserer Meinung nach ANDERS sein sollte, als es oder er eben ist. Wie anmaßend eigentlich. Als könnten wir dem Universum unseren Willen aufzwingen, ihm vorschreiben, wie es zu sein hat...
...dieses über alle Maßen intelligente SEIN, welches ganze Sonnensysteme entstehen und vergehen lässt, welches kleine Vögelchen im Frühjahr zur Welt bringt...
DEM wollen wir vorschreiben, wie ES zu sein hat. 


Da könnte ich mich fragen: Was, bitteschön, soll denn an einer Krankheit perfekt sein? Was? Doch ja, es ist perfekt, weil es so ist, wie es eben ist. Aber da schleicht sich sofort der bewertende Verstand ein, dieser "Richter Gnadenlos", mit seinem ewigen Einspruch. Der alle Zustände, alle Situationen sofort bewertet, der immer alles besser weiß. Der dem SEIN vorschreiben möchte, wie es zu sein hat.

Gerade jetzt, dieser Schmerz in meinem Nacken, in meiner Schulter... er wird wahrgenommen... Er muss weder akzeptiert werden, noch benötigt er meine Erlaubnis. Er ist einfach da. Er ist ja auch ohne meine Erlaubnis gekommen. Ebenso wird er auch ohne meine Erlaubnis wieder gehen. Oder eben nicht.

Wenn du mir hier beipflichten kannst: PERFEKT!
Wenn du dies alles hier für den größten Blödsinn hältst, den du je gelesen hast: PERFEKT! 


Jeder Moment ist der perfekte Moment. 

Kannst du das nehmen?
Ja? - PERFEKT!
Nein? - Auch PERFEKT!


© Text und Bild: Petra Illenseer

Sonntag, 29. Juli 2018

Wenn ich könnte...

..wie ich wollte, dann würde ich einfach sterben... 
Einschlafen und nicht mehr aufwachen.

Dieser Sozialstaat hat mir derzeit NICHTS mehr zu bieten. Dabei hab ich ihm all die Jahre so viel geboten. Wo ging das ganze sauer verdiente Geld denn hin?

Ich bekomme seit Ende Mai keinerlei Unterstützung mehr, kein Einkommen...
Trotz Hartz-IV-Antrag... Das is eh schon unterste Schublade... 


Stattdessen bekomme ich eine Mahnung von der AOK, dass ich meinen Pflichtbeitrag nicht bezahlt hätte...

Ok... Halten wir das mal kurz fest:

Ich bin chronisch krank, 

keine Therapie hat geholfen. 
Ich habe zig Jahre hier gearbeitet und meine Steuern hier in diesem Land bezahlt...
...in die Arbeitslosenversicherung etc.. einbezahlt...

...und jetzt, da ich selber Hilfe brauche, bekomme ich:

GENAU GAAAR NICHTS!!!

Nullkommanull!

Dies für´s Protokoll.

Sollte ich in nächster Zeit unerwartet ableben (was dem Staat am Liebsten wäre), dann bitte ich um die kostengünstigste Bestattung, die möglich ist. Also billigster Sarg, der eh verbrannt wird, und dann eine kompostierbare Urne, die in der Erde zusammen mit meiner Asche umweltfreundlich verrottet. Vielleicht in einem schönen Wald. Und bloß kein Priester oder sowas... 


Wenn ich könnte, wie ich wollte...
Aber ich kann nicht. 


© Text und Bild: Petra Illenseer

Aufwind im Abgrund?

Nein, nein, ich will dich jetzt nicht schon wieder volljammern. Ich will mich auch nicht öffentlich beklagen, aber ich muss das hier schreiben, gerne auch mal öffentlich. Einfach damit es mal raus ist und weil ich es nicht dauernd wiederholen will und es leid bin, irgendeine Fassade aufrecht zu erhalten. Und ich kann gerade gar nicht so viel schreiben, wie ich gerne los werden würde.
Wenn ich ein Promi wäre, hätte ich vermutlich ganz schön viele Follower und alle wären "bestürzt" und würden mich ganz fürchterlich bedauern und so. Da ich aber keiner bin... Naja...

Egal. Darum geht es nicht. Ich wollt nur nochmal sagen, dass die Therapeuten mich in den letzten Jahren dazu brachten, mein Innerstes nach Außen zu stülpen, die Psyche wurde sozusagen auf links gedreht, nochmal durchgekaut und ausgespuckt... usw... usf...  Die Psychologen betrachten es quasi als ihren Ritterschlag, wenn du an den Punkt kommst, an dem du, in Tränen aufgelöst in den klaffenden Abgrund deiner verkorksten Kindheitserinnerungen springst. Okay. Ich hab das gemacht. Nicht nur einmal. Immer wieder, wie ein Adrenalinjunkie... Ab in den Abgrund... Und immer schön rein, in die alten Wunden, den Schorf nochmal runterreißen und nochmal bluten... und wieder und wieder...
Bis du kapitulierst. Und wenn das Leben noch ein klein wenig gnädig mit dir ist, lässt es dich erkennen, dass alte Wunden nicht heilen können, wenn du immer und immer wieder Salz rein streust.
Einmal hat ein Psychologe zu mir gesagt, dass es Dinge gibt, die zu schmerzhaft sind, um darüber zu sprechen. Und dann sollte man das auch nicht tun. Warum wird das nicht einfach respektiert? Eher wird dir  alles Mögliche vorgeworfen. Fehlende Bereitschaft am Heilungsprozess usw... Und so Fragen wie: WOLLEN Sie denn überhaupt gesund werden?
LEUTE!!!
Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich da kotzen könnte! 


In Kliniken triffst du auf Psychotherapeuten, die angesichts der Fülle der Patienten meist so überfordert sind, dass sie all die vielen tragischen Lebensgeschichten, die ihnen täglich auf Anfrage aufgetischt werden, durcheinander zu würfeln beginnen und eigentlich selbst reif für eine Therapie wären.
Und Gruppentherapiesitzungen: DAS LETZTE!!! 

Die Therapeuten sehen es als Erfolg an, wenn du heulst und jede neue Baustelle, die sich irgendwo auftut ist quasi ein Fortschritt!

NEIN!!!

Ist es NICHT!!!

Es ist ein weiterer Schritt ins Verderben! Ein weiterer Schritt in die Abhängigkeit zum Therapeuten. Oder zu irgendeinem Scheiß-Antidepressivum, das natürlich völlig harmlos ist und dir HELFEN soll, diese beschissene Lebenssituation ertragen zu können!

Nein, nein und nochmals NEIN!

Es ist kein Zeichen von psychischer Gesundheit, wenn man in einer zutiefst kranken Gesellschaft Antidepressiva schluckt, um diese "ertragen" zu können.

Sorry, falscher Ansatz! 


© Text und Bild: Petra Illenseer

Samstag, 28. Juli 2018

ThErApiEgeScHäDigT

Schieflage? Na und!
Inzwischen dürfte es sich ja herumgesprochen haben, dass ich Chronische Schmerzen und eine Depression habe. Ich verschone dich mit Einzelheiten. Meine Therapieliste umfasst mittlerweile ca. 40-50 verschiedene Therapieformen, die ich in den letzten Jahren alle ernsthaft ausprobiert habe, in der Hoffnung und im Glauben, dass ich wieder "normal" werde. 

Angefangen bei Physiotherapie, über alternative Therapien, wie Osteopathie, Rolfing etc... bis hin zu Langzeitpsychotherapie... Ich erspare dir Einzelheiten. Die Liste ist endlos lang. Und bitte keine weiteren Vorschläge!
Inzwischen betrachte ich mich als THERAPIEGESCHÄDIGT. :(
Wenn man ständig an sich herumtherapiert, kommt man irgendwann an den Punkt, an dem man sich WIRKLICH für gestört hält. Ständig ist da dieses Gefühl, irgendwie nicht in Ordnung zu sein, verbesserungswürdig zu sein, "es" nicht geschafft zu haben usw... An diesem Punkt angekommen, sollte man meiner Meinung nach schleunigst alle Therapeuten oder solche, die sich dafür halten, verscheuchen! 

Vor allem wirst du durch all das Forschen und all die Achtsamkeit nicht nur zu deinem eigenen "Wachhund", nein, du kriegst auf einmal auch alles Mögliche von den anderen mit! Als würde der eigene Albtraum nicht schon reichen! 


NO MORE THERAPY!!!

Nach allem, was ich da in den letzten Jahren diesbezüglich durchgemacht habe, ist es weiß Gott, kein Wunder, dass ich erschöpft bin und keine Kraft mehr habe.

Hey! Ich kann einfach gerade nicht "erwerbsfähig" sein. Nur weil ich nicht erwerbsfähig bin, heißt das noch lange nicht, dass ich von der Depression niedergedrückt, gesenkten Hauptes in Sack und Asche herumlaufen muss. Aber das passt offenbar nicht in das Glaubenssystem dieser Gesellschaft. Wenn du nicht arbeiten kannst, hast du gefälligst weder gut drauf zu sein, noch so zu tun als ob. 
Schluck deine Pillen und gut is! 

Ich habe keine Lust mehr, mich auf meine angeblichen eigenen Unzulänglichkeiten zu konzentrieren, ständig um mich selbst zu kreiseln. Und wenn ich mir anschaue, was diese Gesellschaft so alles für "normal" hält, frage ich mich sowieso, warum eigentlich ICH die Therapie mache. 

Wirklich, es reicht. 

Ich möchte einfach nur SEIN dürfen, wie ich nun mal bin, ohne mich vor jemandem dafür rechtfertigen oder verbiegen zu müssen.

Aber gewissen Behörden genügt es nicht, wenn ICH über mein Befinden berichte. Sie fragen lieber die "Experten", beziehen sich lieber auf irgendwelche Arztbriefe und glauben den Ärzten, die mich im Grunde kaum kennen. Entscheidung nach Aktenlage. Indirekt werde ich damit der Lüge bezichtigt! Warum werde ICH nicht nach meinem Befinden gefragt? Ich mein, der Experte, was mich betrifft, das bin doch wohl ICH!
Wenn mich jemand kennt, dann bin ICH das wohl! Warum fragen die also nicht die Person, die 24/7 mit mir zusammen lebt?!

Ernsthaft!


© Text und Bild: Petra Illenseer

Sonntag, 22. Juli 2018

Schlaflos

Letzte Nacht gegen 4 Uhr morgens war ich meinen Schlaf los.

SCHLAFLOS


Und das Sorgen-Karussell drehte sich wieder und ich fand den Aus-Schalter nicht. Warum weckt ES mich bitteschön morgens um 4 Uhr auf und schickt mir beunruhigende Gedanken? Diese Gedanken tauchen auf, wie ungebetene Gäste. Man würde sie gerne wegschicken, aber je mehr man sie weg haben will, umso frecher werden sie.
Der Körper dreht sich von rechts nach links, von Bauchlage zu Rückenlage und wieder zurück... und dann alles nochmal von vorne. Der vergebliche Versuch, durch eine bessere Schlafposition wieder ins Nichts versinken zu dürfen, scheitert. 

Der Nacken schmerzt. Der obere Rücken schmerzt. Hatte ich einen Unfall? Der Körper dehnt und streckt sich. Es knackt im rechten Fuß, im Kniegelenk, im Rücken...
4:45 Uhr: Bald beginnt es zu dämmern... Dann kann ich ja erst recht nicht mehr einschlafen. Das Fenster ist mit einer Decke verdunkelt. Vielleicht hilft es ja.
Kein Geräusch in der Wohnung.
Alles still.
STILLE.
Niemand wach, außer mir?
Als wär ich allein auf der Welt.
Ich konzentrier mich auf den Atem.
Merke, dass nicht ICH es bin, die atmet.
Ich werde geatmet.
Sollte ich wieder einschlafen, werde ich immer noch geatmet.
ES atmet mich, so wie es das jede Nacht tut, während ich schlafe. ES lässt auch das Herz schlagen, pumpt das Blut durch den Organismus, kümmert sich um alles...
Aber ES lässt mich nicht schlafen.
Warum?
Darum!
Weil es eben so ist.
Die Kühle des jungen Morgens dringt durch das gekippte Fenster. Ein leichter Windhauch bewegt sanft den Vorhang. 

Und wäre da nicht diese WACHHEIT, würde es niemand bemerken, dass der Vorhang sich bewegt.
Die Baldriantropfen... sie bewirken nichts. Ich bin hellwach, weil ES mich wach haben will. ES lässt mich diese Worte schreiben.
GÄHNEN.
Die Ereignisse des letzten Tages blitzen im Gewahrsein auf. Wie Gespenster spuken sie herum, treiben ihr Unwesen. Manche fordern mehr Aufmerksamkeit als andere. Manche verweilen länger, andere verschwinden schnell wieder. 


Ein japanische Legende besagt, dass man im Traum eines Anderen wach sei, wenn man nachts nicht schlafen kann.

Ein Schmerz im Rücken.
Ruhig fließender Atem.
STILLE.
Es regnet.

ICH LIEGE UND SCHLAFE... EBEN MANCHMAL AUCH NICHT.




© Text und Bild: Petra Illenseer



Samstag, 21. Juli 2018

*WTF*

Es gibt da so News, die ich einfach verdammt nochmal nicht mehr hören kann!!! Hier 2 Beispiele:

1. Flüchtlingspolitik

2. Heidi Klum, die wieder irgendwo mit Tom Kaulitz geknutscht hat...

*KOTZ*

"Dass Menschen auf der Flucht ertrinken, sei eine unfassbare Tatsache, die nicht akzeptiert werden könne..."

Dass Menschen, hier im wohlhabenden Deutschland inmitten von Reichtum und/oder Wohlstand am Existenzminimum herumkrebsen, weil sie zu wenig zum Leben und zuviel zum Sterben haben, kann man natürlich schon mal übersehen, bzw. akzeptieren... 

Klar! 
Immer schön woanders hin schauen, damit man die eigenen Missstände nicht ansehen muss

AUSRUFEZEICHEN

© Text und Bild: Petra Illenseer

Mittwoch, 18. Juli 2018

Wie lange noch?

Während unzählige Menschen nicht wissen, wie sie ihren Lebensunterhalt bestreiten sollen und am Existenzminimum leben, gibt es auch unzählige Menschen, die soviel Geld haben, dass sie es in ihrem ganzen Leben nicht ausgeben könnten, so sehr sie sich auch anstrengen würden! 
Es gibt Menschen, die haben nicht die geringste Ahnung, was z.B. eine Rolle Klopapier kostet, weil sie Angestellte haben, die das für sie übernehmen... das Einkaufen, das auf-den-Preis-schauen... 

Wie lange sollen wir uns das eigentlich noch ansehen???

Wie lange sollen wir noch still halten und uns demütigen lassen, nur weil wir nicht mit dem silbernen Löffel im Mund geboren wurden?! 


Ich habe nichts verbrochen. Ich habe niemandem was getan.
Ich habe gearbeitet, mich um mein Kind gekümmert, meine Steuern bezahlt... und jetzt, wo ich nicht mehr kann, wo ich krank wurde, werde ich von diesem ach so sozialen Sozialstaat reglementiert, als hätte ich eine Straftat begangen. 


Und alle schauen weg. Keinen kümmert´s. 

Ja, ja... Im Angesicht des Todes ist alles lächerlich... 

© Text und Bild: Petra Illenseer

Dienstag, 17. Juli 2018

Rätsel

Hier die aktuelle Einschätzung der Deutschen Rentenversicherung, in Bezug auf meine Erwerbsfähigkeit.

Ich würde sehr gerne mal wissen, was das für ein Job sein soll, den die DRV mir da zumuten möchte: 










Habt ihr eine Idee??? 


© Text und Bild: Petra Illenseer

Breaking News...

...ich darf das Medikament laut Nachricht von meiner Ärztin wieder absetzen, da es mir einfach gar nicht gut geht damit. 

(Wirkstoff: Milnacipranhydrochlorid)

ICH BIN SOOO FROOOH!  


















© Text und Bild: Petra Illenseer




Samstag, 14. Juli 2018

Im freien Fall...

Jetzt hab ich es also, das Hundetrainer-Zertifikat, auf das ich so hart hingearbeitet habe. 

Dass ich diese Ausbildung unter den gegebenen Umständen hingekriegt habe, grenzt für mich an ein Wunder. Bin froh, dass ich das nun hinter mir habe. Nicht, weil die Ausbildung so schrecklich war, im Gegenteil... die war super! Aber sie kostete mich sehr viel Kraft und ich zweifelte nicht nur ein Mal, ob ich den Weg überhaupt zu Ende gehen kann.


Ich dachte die Ausbildung, die Arbeit mit den Hunden, würde mich aus der Depression holen, aus dem Schmerz. Aber dem ist nicht so.

Und jetzt?
Das Zertifikat hängt im Moment im Flur. Da seh ich es jeden Tag und wundere mich, dass ich mich nicht viel mehr darüber freuen kann.
Es müsste sich doch BESSER anfühlen, es endlich zu haben.
Hm. Tut es aber nicht! Aber okay... Zertifikat hin oder her, die Erfahrung kann mir keiner nehmen. Diese Ausbildung war im Grunde hilfreicher als jede andere Therapie. 

Ich kann aus gesundheitlichen Gründen nach wie vor nicht arbeiten.
Mein Rentenantrag wurde abgelehnt. Musste Widerspruch einlegen und nun sogar Klage einreichen. 

Meine Anwaltskanzlei fordert 150,- € Selbstbeteiligung.
Ich bekomme aktuell weder Krankengeld, noch Arbeitslosengeld (Ansprüche sind ausgeschöpft, wie es so schön heißt).
Habe seit Ende Mai kein (KEIN!) Einkommen mehr.
Nur Ausgaben.
Die Krankenkasse fordert einen Beitrag von monatlich ca. 180,- € (auch wenn ich nachweislich kein Einkommen habe).
Das nennt sich Pflichtversicherung (ich nenne es Zwangsversicherung, aber egal).
Jetzt sitze ich mit rezidivierenden Schweißausbrüchen über den Hartz-IV-Antragsformularen. 
Kommende Woche möchte ich den Antrag endlich abgeben.
Die Geldbestände schwinden. Die Stimmung sinkt. Nichts hilft!
Die Ärzte sind lange schon ratlos, können nicht helfen. Nun wurde mir ein erneut ein Antidepressivum "aufgenötigt". Ich müsse was gegen die Depression tun. Da die Verzweiflung groß genug war, nehm ich es, seit ca. einem Monat. Seither fühl ich mich von Tag zu Tag antriebsloser und erst so richtig depressiv. Ich schlafe schlecht, die Schmerzen sind nach wie vor präsent. Äh?!? Ich mein, das Zeug bringt mir absolut keinen Vorteil, stattdessen aber jede Menge Nachteile. Super, jetzt hab ich neben der Depression auch noch lästige Begleiterscheinungen. Den Beipackzettel habe ich bewusst gar nicht erst gelesen. Ich will das Mittel ausschleichen, am besten absetzen. 

Irgendwann kommt man an den Punkt, an dem man sich auch noch die "wohlmeinende Ärzteschaft" vom Hals halten muss! Geht´s noch?

Keiner da draußen hat eine Ahnung, wie es mir wirklich geht.
Alle denken, dass ich schon klar komm, dass es mir doch eigentlich gar nich so schlecht geht.
Immerhin kann ich aufrecht gehen und ich seh' auch nich' aus, wie eine, die chronische Schmerzen und 'ne Depression hat... 

Die unbequeme Wahrheit will keiner hören. 
Die Wahrheit darüber, wie der Sozialstaat mit Menschen umgeht, die krank werden und nicht schnell genug wieder "auf die Beine kommen"...

Das sind so Themen, über die man irgendwie nicht spricht in Zeiten der ach-so-erfolgreichen "Glücksformel-Apostel", die auf alles eine Antwort haben. Man müsse nur die "richtigen" Gedanken denken und so. Man macht quasi einfach nur "irgendwas falsch" wenn man krank ist.

Es ist keine Schwäche, zuzugeben, dass man leidet, dass man keine Kontrolle darüber hat, wie es einem geht. 















© Text und Bilder: Petra Illenseer


Dienstag, 10. April 2018

Offener Brief an die Sozialgesetzgebung

Vor einigen Tagen erhielt ich zum wiederholten Male ein Schreiben von meiner Krankenkasse, dass sie meine Krankengeldzahlung einstellen, da die Höchstbezugsdauer bereits voriges Jahr, am 7. Februar 2017 erreicht war.
Vielen Dank für den Hinweis. Ich bekam die Auswirkungen bereits deutlich zu spüren und nicht erst heuer.

Wie bedauerlich, dass ich mit Anfang 50 chronisch erkrankte und nicht in der vorgeschriebenen Zeit wieder gesund wurde, um mir eine neue Arbeit zu suchen. Meinen Job musste ich bereits Ende 2015 aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Es gab zu diesem Zeitpunkt für mich nur zwei Optionen:
Suizid oder Kündigung.
Wenn ich mir unsere Sozialgesetzgebung näher betrachte, wäre Option 1 wohl die Bessere gewesen. Das fiele dann unter die Rubrik „sozialverträgliches Ableben“ und hätte mir all den zermürbenden und entwürdigenden Behördenkram erspart. Darüber hinaus wäre ich in der Statistik der Agentur für Arbeit gar nicht erst aufgetaucht.

Nachdem sich mein Gesundheitszustand trotz aller Bemühungen einfach nicht bessern wollte und die Krankenkasse allmählich kalte Füße bekam, wegen der endenden Mindestbezugsdauer der Krankengeldzahlung, wurde mir eine sogenannte REHA-Maßnahme aufgenötigt. 5 Wochen wurden mir genehmigt. In der Psychosomatischen Abteilung der HESCURO-Klinik-Regina in Bad Kissingen. Nach 2 Wochen wurde ich unsanft hinausgeworfen, da sich meine Gesundheit während des Aufenthaltes eher verschlechterte. Über den unsäglichen Rauswurf, berichtete ich bereits online kurz auf https://www.klinikbewertungen.de/klinik-forum/erfahrung-mit-recuro-bad-kissingen?bew_order=2&fac_id=#tabs (Titel: "Rehageschädigt", Username: Grace7)
 
Nach einiger Zeit erhielt ich einen fehlerhaften Entlassungsbericht, den ich mehrfach reklamieren musste. Bis heute wurden nicht wirklich alle Fehler korrigiert, aber ich hab´s irgendwann aufgegeben.
Ein Arzt, der mich gerade mal 5 Minuten gesehen hat und mich ansonsten nur aufgrund der Aktenlage beurteilen konnte, fällte also das Urteil, dass ich gefälligst 6 Stunden pro Tag erwerbsfähig zu sein habe.
Diese REHA-Maßnahme zerstörte mich erst so richtig, so dass ich mich im Oktober 2017 dazu gewungen sah, einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente zu stellen. Dieser wurde – oh Überraschung – nach Begutachtung (Untersuchung) einer weiteren Ärztin (die mich immerhin ca. 60 Minuten lang gesehen hat), ABGELEHNT! Gegen diesen Bescheid werde ich natürlich Widerspruch einlegen. 

Nach einigen Recherchen fand ich heraus, dass sich diese DRV-Ärzte offenbar nicht mal mehr die Mühe machen, sich wirklich eingehend mit dem Patienten zu befassen, es wird sozusagen pauschal entschieden, dass der Patient bzw. Antragssteller gefälligst mindestens 6 Stunden täglich erwerbsfähig zu sein habe und wenn er auf allen Vieren dort hin kriechen muss.
Und das völlig unangemessene Vorgehen der Reha-Klinik-Ärzte wurde offenbar komplett unter den Teppich gekehrt. Niemand von der DRV hielt es offenbar auch nur ansatzweise für erforderlich, sich dazu zu äußern oder mich in irgendeiner Weise zu entschädigen. Es kam ja nicht mal der Hauch eines Bedauerns. Eher wurde sogar noch nachgetreten.

Demnächst wird mir die Agentur für Arbeit vermutlich damit drohen, dass mir keine Leistungen mehr zustehen.
Und was ich bis vor Kurzem auch noch nicht wusste:
Wenn man GAR KEINE Leistungen mehr bekommt und per Aufhebungsbescheid quasi aus der Statistik gekickt wird, erhält man bald darauf eine Zahlungsaufforderung der Krankenkasse weil man sich pflicht-zu-versichern hat.
D.h. im Klartext, dass man zwar kein Einkommen mehr hat, aber dennoch Krankenkassenbeiträge zahlen soll (muss!).

Grandios, liebe Sozialgesetzgebung, ich muss schon sagen!

Mut zur Lücke, oder wie? 
Und die Angestellten in den Behörden beten einem irgendwelche Paragraphen vor, an die sie selbst nicht mehr glauben.

Man wird also quasi zum Mehrfachopfer der herrschenden Verhältnisse gemacht. Eine angemessene Sicherung des Lebensunterhaltes ist nicht mehr gewährleistet.

Dieses vielgepriesene „soziale Netz“ funktioniert recht gut, so lange man in der „vorgesehenen Zeit“ wieder gesund und munter wird. Ist dies jedoch nicht der Fall, sieht es düster aus.

Und JA, mir ist vollkommen klar, dass da ein gewisser Zynismus und auch eine gewisse Verbitterung aus diesen Zeilen trieft, aber Freundlichkeit, Verständnis und Entgegenkommen haben mich leider auch nicht wirklich weiter gebracht.
Und am Ende stellt sich mir die Frage:
WAS SOLL ICH MIR EIGENTLICH NOCH ALLES GEFALLEN LASSEN?!?!


Einziger Trost: KEINER kommt lebend hier raus! :)

PS: Anstelle von Kranz- und Blumenspenden bitte ich um einen konstruktiven Beitrag.  :-)

Danke. 


© Text und Bild: Petra Illenseer