Mittwoch, 25. März 2020

Nur mal so...

... zur allgemeinen Übersicht:

Ich bin fast 57 ... 


...und dieser Staat interessiert sich einen SCH.... dafür, wie lange ich gearbeitet habe und unter welchen Umständen.

Am liebsten wäre es dem Staat vermutlich, wenn ich sozusagen sozialverträglich ableben würde. Das wäre wohl für alle das Einfachste. Auch wenn es für ein sozialverträgliches Ableben mittlerweile zu spät ist. 

Samstag, 7. März 2020

Wüste

Mein Befinden?
Eine endlose Wüste aus Verzweiflung und Schmerz.

Wenn es mir so richtig beschissen geht, könnte ich die ganze Welt zerstören... Die Toleranz sinkt gegen Null. 
Aber ich tu, als wäre alles halbwegs in Ordnung. 

Die bewährten Bewältigungsstrategien greifen allerdings nicht mehr.
Medikamente und Therapien helfen nicht.
Für den konditionierten Verstand ist das die reinste Beleidigung. 

Der plappert unaufhörlich und behauptet ständig, Recht zu haben... 

Seitdem erkannt wurde, dass dieses vielgepriesene "Ich" nichts weiter, als einer von unzähligen Gedanken ist, bin ich schlimmer dran als je zuvor. Dieses "Phantom" meldete sich zurück, behauptete seinen Platz am Steuerrad vehementer als "zuvor". Alte Schmerzen meldeten sich zurück... mit voller Wucht.

Der Versuch, diesem "relativen" Leben einen Sinn zu geben, ist das schmerzhafteste, was es gibt. 

Und die Angehörigen... und die sogenannten "engen Freunde"... die sind  plötzlich auf rätselhafte Weise unsichtbar, sobald´s an's Eingemachte geht. 
Man will ihnen vor allem die nicht die ganze Wahrheit erzählen, um sie zu schonen. Und am Ende haben sie alle ihre "eigenen Probleme". 

Stammtisch-Weisheiten helfen da auch nicht! 
Sie wollen, dass ich wieder "auf Spur komme". Sie meinen es gut. Dabei war es genau dieses "auf Spur sein", das mich in die Krise brachte. 

© Text und Bild: Petra Illenseer

Samstag, 29. Februar 2020

Jetz' musste ich das schon wieder hören...

...dass Menschen mit Down-Syndrom doch eigentlich voll lieb sind und so... und wie es überhaupt sein kann, dass ich sowas wie ein Trauma habe, nur weil mein Bruder, der 1966
(3 Jahre nach mir) auf der Bildfläche erschien... Da müsse ich mich doch eigentlich gesegnet fühlen, so ein wundervolles Downie-Brüderchen zu haben.
So kann einfach nur jemand reden, der sich nicht mit einem Downie-Geschwisterchen in den 60er-Jahren ein Zimmer teilen musste.  


Neulich schaute mich ein Arzt schräg an, weil ich ansatzweise darüber sprach, wie belastend es für mich war, ein Downie-Geschwisterchen zu haben... Er verstand NULL.
Ich hab mich mal umgesehen... Es gibt offenbar keinerlei fundierte psychologische Unterstützung für "alte Erwachsene", die ein Behindi-Geschwisterchen hatten oder haben. Es gibt Unterstützung für Kinder und junge Erwachsene... nicht jedoch für Erwachsene, die schon etwas länger "erwachsen" sind. Die müssen offenbar selber irgendwie klar kommen. 

LEUTE! Ich habe NICHTS gegen meinen Downie-Bruder...
JA, ER IST VOLL LIEB!

Ich habe höchstens etwas gegen die fehlende Unterstützung in den 60er-Jahren (und offenbar auch heute), für Geschwister von "Downies". Die Geschwister wurden leider häufig übersehen, bzw. übergangen, weil sie ja quasi eh "normal" waren und demzufolge keine Unterstützung brauchten.

Nicht mal heute finde ich eine adäquate "Selbsthilfegruppe" zu diesem Thema. Da scheint immer noch so eine Art Tabu zu bestehen und man will ja auch die Eltern nicht zusätzlich belasten und so... 


Ich hab ein gestörtes Verhältnis zu Downies... Aber ja... Sie sind totaaal liiieb! 

© Text und Bild: Petra Illenseer

Dienstag, 18. Februar 2020

Untröstlich und ratlos

Letzte Nacht lag ich wiedermal von ca. 3 bis 6 Uhr wach... 
Untröstlich und ratlos, wie man von 800,- € und ein paar Zerquetschten im Monat leben soll. Miete, Stadtwerke, Handy, Internet, Medikamente, Kleidung, Essen, Putz- und Hygieneartikel... Wie soll das gehen? Ich bin ja nicht mit Absicht arbeitslos und chronisch krank und ich bin auch keine 20 mehr. Ich bin fast 57 und frage mich ernsthaft, warum ich als chronisch schmerzkranke Person auch noch "bestraft" werde, indem ich nur noch ganz wenig Geld bekomme. Und ich muss mich trotz der Erkrankung um alles selbst kümmern. Haushalt, Bürokratie etc...
Ich lebe sowieso schon recht bescheiden, kein Auto mehr, keine Urlaube, kein Kino, keine Konzerte, kein "wie-auch-immer-Luxus"...
Zum Leben zu wenig, zum Streben zu viel. 


© Text: Petra Illenseer

Mittwoch, 22. Januar 2020

Sie denken...


...sie kennen mich.

Sie denken, sie wissen, wer ich bin. 

Aber sie kennen mich nicht und sie wissen es nicht. 

Sie sehen ein winziges Fragment meines Lebens und denken, die ganze Wahrheit zu kennen. 
Das ist, als würde man einen Eimer Wasser aus dem Ozean schöpfen und dann behaupten, den ganzen Ozean zu kennen und alles über ihn zu wissen. 

Wenn alles "gut läuft", denken sie, dass ich alles "richtig" mache.
Wenn es "nicht gut läuft", denken sie, dass ich "alles falsch" mache. 


Sie urteilen über mich. 
Ich kann sie nicht davon abhalten. 
Aber ich wünschte, sie würden es NICHT tun. 

© Text und Bild: Petra Illenseer

Donnerstag, 9. Januar 2020

Wunschdenken

Es ist gerade mal so knapp nach halb 9 abends und ich bin müde, als wäre es bereits nach nach Mitternacht... 

Ich lag bereits im Bett, als mich folgende Gedanken nicht schlafen ließen: 

Ich würde mir wünschen, dass all meine behandelnden Ärzte, die gleichen Therapien, wie ich gemacht hätten, sowie jahrelange Selbsterforschung etc... pp... 


Leider scheint dies nicht der Fall zu sein! 

Leider! 

Und dann verschreiben sie einem irgendwelche Psychopillen, mit denen sie irgendwie in letzter Zeit "ach-so-gute-Erfahrungen" gemacht haben, oder sie wurden von der Pharmaindustrie dafür entlohnt, eben dieses spezielle Mittel zu verordnen. 

Und wehe, du spielst da als Patient nicht mit!!! Dann halten sie dich für untherapierbar... für SCHWIERIG, für einen HOFFNUNGSLOSEN Fall. 

Ich habe es satt, behandelt zu werden, als wär ich irgend 'ne arme Irre, die einfach nur nicht die "richtigen" Pillen nimmt!

Gerade heute sagte ein Arzt zu mir, er wünschte, er hätte den Befund meiner Wirbelsäule... Er wollte damit quasi sagen, dass sein eigener Befund schlechter sei und er sich aber trotzdem nicht so "anstellt", wie ich... oder so...
Ich sagte, dass ich mit ihm tauschen würde, wenn er stattdessen meine Schmerzen übernimmt! ... 


Ich habe erneut diesen elenden Schmerzfragebogen ausgefüllt, der mir nichts als Qualen bereitet. Ich habe, wie gewünscht, alle meine Befunde chronologisch sortiert und zum heutigen Termin mitgenommen, mit dem Ergebnis, dass der Arzt nicht einen einzigen Blick drauf warf!!! Und er stellte mir zudem einen fehlerhaften Arztbericht aus.

Mein Vertrauen in die Ärzteschaft ist nach all den Jahren nun leider endgültig den Bach runter. :(




















© Text und Bild: Petra Illenseer

Samstag, 30. November 2019

Wenn du MICH kritisierst

"Wenn du MICH kritisierst, 
kritisierst du die Erde auf der du stehst! 
(Ich und die Erde sind EINS.)"


(Zitat von PIG BEN aus "PEANUTS")











"Brüder und Schwestern sollten nicht in der selben Familie aufwachsen! ";-)))