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Montag, 5. November 2018

Hallo wach!

Oft werde ich gegen 5 Uhr morgens wach. Obwohl ich gar nicht muss. 
Irgendwas weckt mich auf und dann bin ich hellwach, obwohl ich das gar nicht möchte, denn der Tag ist im Moment auch so schon viel zu lang für mich. Wenn ich wach bin, hab ich Schmerzen. Bin ich also länger wach, hab ich länger Schmerzen.
Ein Glück, wenn ich dann doch noch mal einschlafe und so zwischen 8 und 9 Uhr wieder wach werde. 

Und ich bin nicht allein.
Die Depression ist auch schon da. Wieder wach geworden und ich finde genau 0 % Freude vor.  


Freude auf den vor mir liegenden Tag fällt aus, weil IS NICH. 

Man solle jeden Moment schätzen und dankbar sein, für dieses GLÜCK, am Leben sein zu dürfen...
Sagt WER???!!!


Es würde mir leicht fallen, das zu behaupten, wenn mir aus irgendwelchen Gründen die Sonne aus dem A.... scheinen würde.

Tut sie aber nicht. 


Tja... Das passt irgendwie alles nicht so in diese hedonistisch ausgerichtete Spaß- und Leistungsgesellschaft. 
Bist du nicht hip, BIST du nicht.
Punkt. 


Die Frage ist:

Wen kümmert´s? 


Bist du ein Promi, kannst du sogar deine Depression und die tiefste Sinnlosigkeit noch zu Geld machen... Du kannst dich wichtig machen, mit dieser Diagnose. Bist du nicht prominent, interessiert es einfach niemanden. 

© Text und Bild: Petra Illenseer


Montag, 13. November 2017

Wenn...dann...sonst...

So manch einer denkt, das Leben wäre irgendwie kontrollierbar.
ICH programmiere mir das Leben jetzt mal anhand einer Formel zurecht...
Also wenn ich X eingebe muss Y herauskommen...
Oder so ähnlich.
Erinnert mich irgendwie an diese 

"WENN... DANN... SONST..." - Excel-Formel...

Aber das Leben ist keine Excel-Datei!
Es lässt sich nicht per Formel programmieren.
Es lässt sich ÜBERHAUPT nicht programmieren. 


Das Leben ist immer ANDERS und dem Leben (dem SEIN) sind deine Formeln völlig wurscht! 

Und wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur du denkst...

© Text und Bild: Petra Illenseer

Sonntag, 22. Oktober 2017

Nix zu verlieren

Wir haben alle nix zu verlieren, 

außer unser Leben

und das hat uns von Anfang an nicht gehört.

Es ist nur eine "Leihgabe", die wir alle mit

"tödlicher Sicherheit" eines Tages zurückgeben müssen. 





© Text und Bild: Petra Illenseer

Donnerstag, 9. Februar 2017

Umkehr

In meinem letzten Blogeintrag tauchten 2 Fragen auf:

1. Was will das Leben von mir?
2. Was will der Schmerz von mir?

Ein mitfühlendes Wesen inspirierte mich dazu, die Fragen umzukehren. Und was dabei heraus kam, möchte ich hier gerne mit dir teilen. Die Umkehr lautet also: 

1. Was will ICH vom Leben?
2. Was will ICH vom Schmerz?

Da die Antworten nicht sofort kommen wollten, hob ich sie mir sozusagen gedanklich auf und machte sie zum Thema meiner heutigen Meditation.

Ich ließ also zuerst Frage 1 in meinen Geist einsinken und ich merkte, wie der Verstand nach irgendwelchen oberflächlichen Antworten suchte. Was will ich vom Leben? Geld? Reichtum? Materielle Sicherheit? Einen erfüllenden Job? Ruhm? Ehre? Ansehen? Ewige Jugend und Schönheit???
Das fühlte sich alle nicht stimmig an. Also ließ ich die Frage tiefer sinken. Die Antwort, die dann kam, war folgende:

Ich will Liebe und Mitgefühl erfahren.
Ich will frei sein von äußeren und inneren Gefahren.
Ich will mich in Körper und Geist wohlfühlen.
Ich will zufrieden und glücklich sein. 

Ich will Heilung erfahren.
Ich will in Frieden leben.

Das sind genau die Werte, die mir im Moment wichtig sind und die ich täglich in meine Meditation einfließen lasse. Und ich möchte diese Werte auch in meinem Alltag praktizieren. Wenn ich all das vom Leben bekomme, fehlt nichts mehr. :)

Die Antwort auf Frage 2 bahnte sich eher zögerlich den Weg ins Bewusstsein.
Was will ich vom Schmerz?
Ja, was soll ich denn von ihm wollen?
Hm...

Dabei ist es im Grunde so einfach. Der Verstand hat die Tendenz, alles komplizierter zu machen, als es ist.
Antwort also: 


Ich will, dass er locker lässt.
Ich will, dass er mich nicht mehr so quält.

BÄÄÄM!

Und auch diese beiden Antworten lassen sich wieder wunderbar umkehren:

Ich will, dass ICH locker lasse.
Ich will, dass ICH mich nicht mehr so quäle.

Denn locker lassen fällt mir oft schwer, besonders in so einer schwierigen Lebensphase. Da ist eher Anspannung an der Tagesordnung. Leider.
Und sich selbst quälen, das mag masochistisch erscheinen, aber leider ist es genau das, was nicht nur ich, sondern sehr viele Menschen machen. Sie quälen sich selbst, bewusst oder unbewusst. Sie schaffen es aus irgendwelchen Gründen nicht, das nötige Mitgefühl für sich selbst aufzubringen. Auch durch schädliche Gedanken kann man sich selbst quälen. Achte auf deine Gedanken! Achte auf DICH! Sei gut zu dir und übe dich in Mitgefühl, zuallererst für dich selbst! <3 Manchmal muss das Leben offenbar erst scheinbar fast alles zerstören, damit Platz für Neues geschaffen werden kann. 



© Text und Bild von Petra Illenseer