Samstag, 4. April 2015

Das Venedig Prinzip

Vor einiger Zeit habe ich meinen "La Serenissima"-Text ins Englische übersetzen lassen und ihn an die Venezianerin Tudy Sammartini geschickt, die in der wohl besten filmischen Venedig-Doku mitwirkte, die ich kenne, nämlich "Das Venedig Prinzip" von Andreas Pichler.

Tudy veröffentlichte meinen Text, den ich 2008 geschrieben habe, kürzlich ihrem Blog.  

Vielleicht habt ihr ja Lust ihn zu lesen. Wenn nicht, dann nicht! „smile“-Emoticon
(Für die Englische Version der Einleitung von Tudy, einfach nach unten scrollen!)
Lasst euch berühren! „smile“-Emoticon
Thank you Tudy! „smile“-Emoti


Tudy´s Blog: "STORIEVENEZIANE"

Film-Info zu "Das Venedig Prinzip": 


Amseln sind keine Vielflieger

Heute beobachtete ich ein ganze Weile zwei Amseln drüben auf dem Flachdach und fand, dass ihr Verhalten mindestens genau so lustig ist, wie ihr Gezwitscher.
Amseln gehören eindeutig zu meinen Lieblingsvogelarten. Dabei sind sie ja eigentlich so unscheinbar, dass einem fast entgehen könnte, wie drollig sie oft sind.
So wie ich das sehe, gehören Amseln nicht gerade zu den Vielfliegern unter den Vögeln. Eher zu den Fußgängern, denn man sieht sie häufig im Gras herumhopsen. Hin und her, vor und zurück und im Kreis rum. 

Sie suchen Insekten und Würmer... Die armen Würmer können einem manchmal schier leid tun, wenn sie von einer Amsel aus dem Boden herausgezerrt und dabei langgezogen werden. 

Na jedenfalls vorhin auf dem Flachdach ging das ungefähr so: 
Die eine Amsel tippelt nach rechts, 

die andere Amsel tippelt auch nach rechts, 
die eine Amsel tippelt wieder nach links, 
die andere auch, 
die eine tippelt wieder zurück nach rechts, 
die andere hinterher, 
dann wieder zurück...
Das ganze Schauspiel wiederholte sich noch etliche Male und wenn man glaubte, endlich ein Muster entdeckt zu haben, änderten sie auf ein mal ihr Verhalten. 
Sie liefen in entgegengesetzte Richtungen, 
mal aufeinander zu, dann wieder voneinander weg usw.
Gerade als ich mich an das neue Muster gewöhnt hatte, 
lief die eine Amsel plötzlich ohne Vorwarnung nach links Richtung Haus, die andere nach vorne zum Rand des Dachs und hüpfte in die Dachrinne.  
Sie blickte nach links und rechts, flog runter ins Gras von wo sie aber kurz darauf wieder auftauchte, um wieder in der Dachrinne zu landen und zur anderen Amsel zu tippeln.
Dann wieder vor zur Dachrinne, hineingehüpft, nach links und rechts geschaut, auf den Boden geflogen, wieder hoch gekommen, zur anderen Amsel getippelt... 
Nach zahlreichen Wiederholungen hat sie dann nicht mehr nach links und rechts geschaut, bevor sie abflog. Dachte sich wahrscheinlich: "Kommt ja eh nix, da kann ich genauso gut auch gleich losfliegen..." ;-) 
Manchmal sah es auch so aus, als würden sich die beiden Amseln abwechseln. Aber ich bin mir nicht sicher.
Ich weiß nicht, wie oft sich dieses Dachrinnengehüpfe, Bodengefliege und Herumgetipple wiederholte. Es verwirrte mich etwas.
Aber irgendwann waren sie dann schließlich fertig mit ihren Erledigungen oder vielleicht waren sie auch einfach zu erschöpft, um damit fortzufahren. 
Man weiß es nicht. ;-) 

Jeder halbwegs Vogelkundige könnte mir dieses Verhalten natürlich mühelos erklären.
Ich MÖCHTE es aber nicht, denn ich finde es weitaus amüsanter, NICHT zu wissen, warum die Amseln sich so benehmen. 

<3 

Donnerstag, 22. Januar 2015

Steh zu deinem "Sprung"

Ich habe eine so schöne Geschichte über einen indischen Wasserträger gehört, die ich hier gerne teilen würde. Eine Geschichte, die uns ermutigen soll, uns genauso anzunehmen wie wir sind. Auch wenn wir vielleicht den ein- oder anderen "Sprung" aufzuweisen haben. 

Wie sang Leonard Cohen so schön? - "Forget your perfect offering. 
There is a crack in everything. 
That´s how the light gets in."

Aber jetzt zur Geschichte: 



Ein Wasserträger in Indien besaß zwei große Töpfe, von denen jeder an einem Ende des Stabes hing, den er quer über den Schultern trug. Einer der Töpfe hatte einen Sprung und während der andere Topf makellos war und nach dem langen Weg vom Fluss immer eine komplette Ladung Wasser ablieferte, kam der rissige Topf nur halbvoll an. Dies ging so täglich zwei Jahre lang und der Träger lieferte immer nur eineinhalb Töpfe voll Wasser zum Haus seines Herrn.
Natürlich war der makellose Topf stolz auf seine Fähigkeiten und hielt sich für wie geschaffen zum Wasser tragen. Der arme rissige Topf jedoch schämte sich für seine Unzulänglichkeit und war unglücklich, weil er nur die Hälfte von dem leisten konnte, zu dem er eigentlich geschaffen worden war. Nach zwei Jahren des für ihn bitteren Versagens, sprach er eines Tages am Fluss zu dem Wasserträger: „Ich schäme mich und möchte mich bei dir entschuldigen.“
„Warum entschuldigen? Und wofür schämst du dich?“
„Die letzten zwei Jahre konnte ich nur die Hälfte des Wassers abliefern, weil durch den Sprung in meiner Seite das Wasser während des gesamten Rückweges zum Haus deines Herrn heraustropfte. Wegen meiner Unzulänglichkeit musst du arbeiten, ohne den vollen Lohn für deine Mühen zu bekomme.“ sagte der Topf.
Dem Wasserträger tat der alte rissige Topf leid. Voller Mitgefühl sagte er: „Wenn wir zum Haus des Herrn zurückkehren, möchte ich, dass du auf die wunderschönen Blumen entlang des Weges achtest.“ Tatsächlich, als sie den Berg hinaufgingen, sah der alte Topf wunderschöne Wildblumen am Wegrand. Das munterte den Topf auf.
Doch am Ende des Weges fühlte sich der Topf immer noch schlecht, denn er hatte wieder die Hälfte seiner Ladung verloren und er entschuldigte sich erneut für seinen Fehler. Der Träger sagte zum Topf: „Hast du bemerkt, dass die Blumen nur auf deiner Seite des Weges wuchsen, nicht aber auf der Seite des anderen Topfes? Das ist so, weil ich immer von deinem Sprung wusste und so säte ich Blumen auf deiner Seite des Weges und jeden Tag, wenn wir vom Fluss zurückkehrten, hast du sie gegossen. Zwei Jahre lang konnte ich diese wunderschönen Blumen pflücken um den Tisch meines Herrn zu dekorieren. Wärst du nicht so, wie du bist, hätten wir uns nicht an den schönen Blumen erfreuen können.  

:-)

© Bild von Petra Illenseer

Freitag, 2. Januar 2015

Freilaufende Gedanken zum neuen Jahr



Zum neuen Jahr haben sich natürlich auch wieder ein paar freilaufende Gedanken eingefunden, die sich nun sozusagen durch meine Finger hindurch ihren Weg in die Tastatur bahnen um eingetippt zu werden und gerade jetzt von dir gelesen werden.

Wie oft man doch versucht, dem Moment zu entkommen, weil er irgendwie "nicht gut genug" ist.
Dann versucht man, diesen so schnell wie möglich hinter sich zu bringen, weil der nächste Moment vielleicht die Erfüllung bringt. Und wenn der nicht, dann der nächste oder eben der übernächste. Man verschiebt alles und verpasst immer den Augenblick. Im Grunde ist jeder Moment gleich "gut". Erst die ständige Bewertung des Verstandes macht die Unterschiede, stellt Vergleiche an und teilt die Erfahrungsmomente in Kategorien ein.

Wobei das Angenehme natürlich erwünscht und das Unangenehme unerwünscht ist. Wenn man nicht aufpasst, ist man ständig auf der Flucht vor dem "Bösen" und auf der Suche nach dem "Guten". Manch einer auch anders herum. Die Suche, wonach auch immer, dauert so lange, wie sie eben dauert. Wenn sie aufhört, weil aufeinmal erkannt wird, dass das wonach man eigentlich suchte nie verloren war, mag sich Erleichterung einstellen. Bis auch diese wieder verschwindet und etwas anderes an deren Stelle tritt. Auf Ruhe folgt Aufregung, auf Ärger Gelassenheitheit, auf Traurigkeit Fröhlichkeit, auf Krankheit Gesundheit, auf Sonne Regen, auf Ebbe Flut, auf den Tag die Nacht... bis in alle Ewigkeit Amen... ;-)
Oder vielleicht auch nicht ganz so lang. Wer weiß. Eins haben wohl alle Lebewesen gemeinsam: Sie streben nach Glück, wie auch immer das für den Einzelnen aussehen mag. 

Was auch immer Glück für dich bedeutet: Mögest du reichlich davon haben im kommenden Jahr. Folge deinem Weg, selbst wenn du manchmal stolperst und es weh tut. Vertraue darauf, dass dich die Antworten und Lösungen immer zur rechten Zeit finden werden. 

:-) <3

© Text und Bild von Petra Illenseer

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Wasser steht nicht auf Heavy Metal

Nachdem ich kürzlich gesundheitlich etwas angeschlagen war, habe ich mich wiedermal ein bisschen mit der Heilwirkung von Klängen beschäftigt.
Unter anderem habe ich gelesen, dass das Hören von harmonischer Musik Stresshormone reduzieren und Glückshormone freisetzen soll, was sich ja bestimmt auch förderlich auf den Heilungsprozess auswirken dürfte.
Es gibt auch Untersuchungen die zeigen, dass die Kristalle im Wasser schöne und harmonische Formen bilden, wenn man ihm z.B. Musik von Mozart oder Beethoven vorspielt. Bei Heavy Metal hingegen bilden sich hässliche und chaotische Formen. Schau an!
Wasser steht also nicht auf Heavy Metal.
Wenn man jetzt bedenkt, dass wir zu 80% aus Wasser bestehen... 
Mittlerweile verjagt mich Heavy Metal sowieso total.
Außerdem möchte ich keine hässlichen und chaotischen Wasserkristalle im Körper haben! ;-)

Eine besonders wohltuende Wirkung stelle ich fest bei
Mozarts Sinfonien und den ruhigen Stücken von Beethoven.

Und wenn das nix hilft, kann ich´s ja immer noch mit dem
"Körperzellenrock" versuchen:

"Jede Zelle meines Körpers ist glücklich,
jede Körperzelle fühlt sich wohl,
Jede Zelle meines Körpers ist glücklich,
jede Körperzelle fühlt sich wohl,
jede Zelle, an jeder Stelle, jede Zelle ist voll gut drauf!!
jede Zelle, an jeder Stelle, jede Zelle ist voll gut drauf!!"

In diesem Sinne! ;-)))



© Text und Bild von Petra Illenseer

Samstag, 4. Oktober 2014

Leben im "Hier & Jetzt"?

Es wird ja immer gesagt,
man solle im "Hier und Jetzt" leben.

Und dann gibt es da welche, die sich fürchterlich anstrengen im Jetzt zu leben, im Moment zu sein und sie kleben sich vielleicht auch noch kleine Post-it´s an strategisch wichtige Stellen in ihrer Wohnung, die sie dran erinnern sollen: LEBE IM HIER UND JETZT!

Jetzt hab ich mich ja schon vor einiger Zeit gefragt, was das eigentlich soll. Ich mein: Wie bitteschön kann man denn überhaupt außerhalb des Hier und Jetzt leben???

Das geht doch gar nicht!
Findet nicht immer alles HIER und JETZT statt? Da müssen wir uns doch gar nicht dran erinnern. Das wäre ja in etwa so, als würden wir uns dran erinnern müssen, dass wir atmen, oder dass wir leben. Oder dass die Sonne morgens auf- und abends untergeht. 

Schau dich um:
Es gibt nur DIES HIER.
Vergangenheit gibt´s nur in Gedanken.
Zukunft auch.
Übrig bleibt:

 - DAS -

- HIER -
- JETZT -

Und weißt du, was noch krasser ist?
Letzte Nacht wurde ich auf einmal wach und folgte dem Ruf der Natur.
Und als ich so im Halbschlaf in der Dunkelheit durch die Wohnung schlich, kam folgende Erkenntnis zu mir: 

Es gibt nicht mal das JETZT, denn sobald ich an das JETZT denke, ist es ja schon wieder vorbei. 
Also ist alles einfach ein einziges Fließen. Der Moment, den du JETZT gerade erlebst ist JETZT schon wieder vorbei.
Krass oder? 
Leben im MOMENT geht also gar nicht, denn man kann den Moment ja nicht anhalten oder einfrieren, um ihn zu erleben.

Insofern:

LET IT FLOW! 


(Was anderes bleibt dir eh nicht übrig!)

:-) 



© Text und Bild von Petra Illenseer

Sonntag, 28. September 2014

Fühlst du es auch?

DAS, was durch diese Augen sieht, ist DAS, was durch unser aller Augen sieht. 
DAS, was ihn belebt, ist DAS, was uns alle belebt. Dieselbe Lebensenergie, die ihn durch-dringt, durchdringt uns alle. Wir sind alle aus demselben Holz geschnitzt. Wir kommen alle aus dem selben Ursprung. Egal ob Mikrobe, Regenwurm, Penner, Buddha, Jesus, Darwin der Hund, du oder ich. 


Wir haben einfach nur eine unterschiedliche "Software" am Laufen. 

Das ist alles.
Woher ich das alles wissen will?
Ich weiß es nicht.
Aber ich kann es fühlen.
Fühlst du es auch?
Wenigstens manchmal? 



© Text und Bild von Petra Illenseer