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Montag, 8. April 2019

Oh bitte...

Montag, 08.04.2019

Sehr geehrte Frau (Name der Anwältin),


ich muss das jetzt schreiben, damit diese "inneren Argumentationen" endlich aufhören.

Es ist für mich überhaupt nicht mehr nachvollziehbar, warum ich, als Klägerin, ständig in die Lage gebracht werde, BEWEISE dafür erbringen zu müssen, wie schlecht es mir geht. Als hätte ich ein Verbrechen begangen und müsste meine Unschuld beweisen. Da läuft doch echt was schief.

Eine Zumutung! 

Ich habe leider weder die Kraft noch die Nerven, mir einen Arzt zu suchen, der dazu befugt und in der Lage ist, ein weiteres Gutachten für die DRV zu erstellen. 

Denkt das Sozialgericht (die DRV) eigentlich, dass das hier alles nur so eine Art "Spiel" für mich ist?
Da wird mir also zugestanden, einen weiteren Arzt hinzuzuziehen... (mein Hausarzt, der mich am besten kennt, darf es aber nicht sein!)

Das ist doch nur eine als "Großzügigkeit" getarnte weitere Schikane. 
Wozu sollte ich mich der Belastung aussetzen, einen weiteren Arzt aufzusuchen, der mich gar nicht kennt? Die DRV hat doch sowieso längst entschieden, wie die Sache ausgeht. 
Ich habe wie gesagt weder die Nerven, noch die Kraft, mich einer weiteren ärztlichen Begutachtung zu unterziehen, die mich am Ende nur belastet und die mir ohnehin nicht hilft. 
Nur, weil kein Arzt oder Therapeut weiß, woher die Schmerzen kommen, bedeutet das nicht, dass ich keine habe. 

Ich war in den letzten Jahren so gut wie immer arbeitsunfähig und dennoch werde ich für erwerbsfähig gehalten?!
Absurd, wenn nicht gar unmenschlich. 
Und wenn 1.000 Gutachter behaupten, dass ich erwerbsfähig sei, so ändert das nichts an der Tatsache, dass es eben nicht so ist. 

Ansonsten bin ich einfach zu erschöpft, um mehr zu diesem Thema zu schreiben.  

Der Inhalt dieser Nachricht, wird allen zur Verfügung gestellt, die es interessiert. 

Mit freundlichen Grüßen 

Name der Klägerin) 


© Text: Petra Illenseer

Samstag, 9. März 2019

Weiter...

...immer weiter...!!!

HUCH! ... Das klingt ja jetz direkt wie ein Mantra vom Yotta! ;-)
Wie auch immer... Es geht tatsächlich immer weiter, auch wenn man das Gefühl hat, im Treibsand festzustecken. 


Treibsand... Das ist echt das Stichwort... Denn ich hatte nach all den Jahren der Anstrengung und nach all der Energie, die ich reingesteckt habe, um aus dieser schwierigen Lage zu entkommen, mehr und mehr den Eindruck, immer tiefer zu sinken, je mehr ich mich abstrampelte.

Es sind gar nicht so viele, die meinen Blog lesen. Ich mach auch keine Werbung dafür. Ich bin keine Influencerin oder sowas in der Art. Ich bin zu alt für so´n Scheiß!
Ich teile einfach nur ein paar meiner Gedanken.
Und ich bin tatsächlich dazu in der Lage, ganze Sätze zu bilden, was heutzutage gerade im Social-Media-Bereich eher nicht so die Kernkompetenz zu sein scheint. Da reicht es schon, wenn du im Chat einfach nur "hi" oder " was geht" schreibst. Satzzeichen werden im Grunde entweder gar nich mehr benutzt oder völlig falsch zum Einsatz gebracht.

Egal. Is halt so ein Zeichen der Zeit.

Ich habe von (m)einem Rentengutachter mittlerweile ein weiteres Gutachten erhalten. Nach einer 2-stündigen Untersuchung! Er hat meinen Antrag natürlich ABGELEHNT. Das war sein Mantra: ABLEHNEN!!!
Er scheint eine hohe Meinung von mir zu haben, bescheinigt mir eine "überdurchschnittliche Allgemeinbildung und Intelligenz", was zwar schön ist, aber ich stellte den EM-Rentenantrag nicht aufgrund von mangelnder Intelligenz, sondern weil... ach... Es ist echt zu absurd, um hier darüber zu schreiben. Im Grunde bin ich also total kaputt, aber zu intelligent für diese Rente... äh... oder so... Ich glaub, die kapieren das selber nicht so ganz. 


Das Sozialgericht rät mir quasi dazu, mein "Anliegen" aufzugeben... Das würde ich lieber heute als morgen tun, wenn es mir gut gehen würde und ich mich fit genug fühlen würde. 

Also: WEITER... immer weiter... 

© Text: Petra Illenseer